Es gibt Küchenideen, die klingen wie ein schlechter Witz.
Und dann gibt es Küchenideen, die genau deshalb funktionieren, weil sie niemand ernst meint, bis man sie probiert.
Ein Luftballon zum Beispiel.
Man bläst ihn auf. Man taucht ihn in Schokolade. Man stellt ihn in den Kühlschrank.
Und plötzlich hat man eine Dessertschale, die so aussieht, als hätte man einen Plan gehabt.
Der eigentliche Trick passiert aber nicht beim Ballon, sondern in der Schokolade.
Ein paar Tropfen Basilikumöl. Und aus süß wird plötzlich hell. Fast frisch.
Ein Dessert für alle, die gern etwas basteln, solange es danach etwas zu essen gibt.
Zutaten (für ca. 4 Portionen)
Schokoladenschalen
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300 g weiße Schokolade
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etwas Kraidlzeig Basilikumöl
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4 kleine Luftballons
Himbeerragout
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300 g Himbeeren (frisch oder TK)
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1 bis 2 EL Zucker oder Honig (nach Säure)
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1 TL Zitronensaft
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optional: 1 TL Speisestärke + 1 EL Wasser zum leichten Binden
Nougatknödel
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250 g Topfen (Quark), gut abgetropft
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1 Ei + 1 Dotter
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50 g weiche Butter
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50 bis 60 g Zucker (oder etwas weniger, je nach Nougat)
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60 g Mehl (glatt)
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60 g Weizengrieß
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1 Prise Salz
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Abrieb einer Bio Zitrone
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120 bis 150 g schnittfester Nougat, in Würfel geschnitten
Butterbrösel
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60 g Butter
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120 g Semmelbrösel
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1 bis 2 EL Zucker
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optional: gemahlene Nüsse (Haselnuss oder Walnuss)
Die Teiglogik, das sanfte Ziehen im Wasser und die Butterbrösel sind klassische Standards bei Nougat Topfenknödeln.
Zubereitung
1. Schokoladenschalen
Weiße Schokolade in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen. Am besten in kurzen Intervallen erwärmen und zwischendurch umrühren, damit sie gleichmäßig schmilzt und nicht überhitzt.
Sobald die Schokolade glatt ist, ein paar Tropfen Kraidlzeig Basilikumöl unterrühren.
Luftballons auf die gewünschte Schalen Größe aufblasen. Optional die Oberfläche ganz leicht mit neutralem Öl einreiben, damit sich die Schokolade später leichter löst.
Die aufgeblasenen Ballons vorsichtig in die geschmolzene Schokolade tauchen, so tief, wie die Schale werden soll. Kurz abtropfen lassen und auf Backpapier setzen.
Die Schokolade anschließend im Kühlschrank vollständig aushärten lassen.
Sobald sie fest ist, den Luftballon vorsichtig anstechen und langsam herausziehen. Übrig bleibt eine dünne Schokoladenschale.
2. Himbeerragout
Himbeeren mit Zucker und Zitronensaft in einem kleinen Topf erhitzen und einige Minuten leicht köcheln lassen, bis die Früchte weich werden.
Wer das Ragout etwas dicker möchte, kann etwas angerührte Stärke einrühren und kurz aufkochen lassen. Danach abkühlen lassen.
3. Nougatknödel
Nougat in kleine Würfel schneiden und kalt stellen.
Butter mit Zucker cremig rühren, anschließend Ei und Dotter einarbeiten. Topfen, Zitronenabrieb, Salz, Mehl und Grieß zugeben und zu einem weichen Teig verrühren. Den Teig etwa 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit er formbar wird.
Mit leicht bemehlten Händen oder etwas Bröseln auf den Handflächen Teig portionieren, jeweils einen Nougatwürfel einschließen und zu Knödeln formen.
In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten. Die Knödel einlegen und etwa 8 bis 10 Minuten sanft ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.
Währenddessen Butter in einer Pfanne schmelzen, Semmelbrösel darin goldbraun rösten und leicht zuckern. Die fertigen Knödel abtropfen lassen und in den warmen Butterbröseln wälzen.
4. Anrichten
Die fertigen Schokoladenschalen vorsichtig auf Teller setzen.
Zuerst etwas Himbeerragout in die Schale geben. Die Säure der Himbeeren bildet die frische Basis und verhindert, dass das Dessert zu süß wirkt.
Anschließend einen warmen Nougatknödel mittig in die Schale setzen. Durch die Wärme beginnt die Schokolade ganz leicht zu soften, während das Ragout kühl bleibt.
Wer möchte, kann zum Schluss noch einen kleinen Löffel Ragout über den Knödel geben oder ein paar frische Himbeeren ergänzen.
Servieren, solange der Knödel noch warm ist. Dann entsteht genau der Moment, in dem knackige Schokolade, cremiger Nougat und fruchtige Säure gleichzeitig funktionieren.